Jung und sexy mit neuen Hormonen

Kultbuch aus 'Sex and the City 2'

© Warner Bros., Getty Images, amazon

Jung und sexy mit neuen Hormonen

Was Kim Catralls alter Ego – die liebestolle Samantha aus 'Sex and the City' – liest, wird Kult: Als die sexy Blondine im ersten Teil des Kino-Blockbusters Rhonda Byrnes Esoterik-Fibel "The Secret" studierte, dauerte es nicht lange, bis das Buch zum Mega-Seller wurde. Es verkaufte sich innerhalb eines Jahres weltweit fast vier Millionen Mal.

Soeben lockte der zweite Teil der Freundinnen-Saga Fans von Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda in die Kinos – und wieder sorgt darin ein US-Ratgeber für Furore: Samantha, mit 52 die älteste, aber immer noch sexuell aktivste des Quartetts, huldigt Suzanne Somers Gesundheitsratgeber 'Breakthrough' als ultimativen Guide gegen Wechselbeschwerden.

Suzanne Somers Ratgeber Breakthrough Wohlbefinden im Wechsel
Das Buch aus dem Film. Samantha liest in Sex and the City 2 Suzanne Somers’ Ratgeber Breakthrough, (Crown Publishing Group, über amazon ca. 19 Euro).

Ein Tabu fällt
Damit erobert ein Thema Hollywoods Glamour-Welt, das bislang als eines der letzten Tabus galt: Die Menopause und ihre Folgen sind im neuen „Sex and the City“-Movie mindestens so präsent wie schickes Schuhwerk. Als sich die Ladys nach Abu Dhabi begeben und Samanthas Hormon-Cocktail am Flughafen konfisziert wird, braut sich ein wahres Wechsel-Inferno zusammen. Der Schweiß fließt in Strömen und die Libido – Samanthas Markenzeichen! – kommt zum Erliegen. Die ehemalige Männer-Jägerin versucht daher, ihren sinkenden Östrogen-Spiegel mit Unmengen an Süßkartoffel-Brei auszugleichen – und kommt dann gegen Film-Ende tatsächlich erotisch wieder in Fahrt ...

Sanfte Mittel
Ganz klar: Der Film – und auch das darin so prominent promotete Buch – ist ein Plädoyer für sanfte Therapien gegen Wechselbeschwerden: Samantha schwört auf „bioidentische“, also natürliche Hormone und auch Autorin Suzanne Somers, die vor zehn Jahren wie die Filmfigur Samantha an Brustkrebs erkrankte, spricht sich in ihrem Buch klar gegen die klassische Hormonersatztherapie mit synthetischen Hormonen aus. Vielmehr propagiert sie einen gesunden Lebensstil, dessen Basis vitaminreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung und erholsamer Schlaf bilden. Die acht wichtigsten Schritte aus Somers’ Guide für mehr Wohlbefinden im Klimakterium lesen Sie in Ihrer MADONNA.

Was bringt’s?
Wir wollten freilich wissen: Wie wirksam sind diese Rezepte wirklich? „Man kann ihnen viel abgewinnen“, meint die Wiener Frauenärztin Marion Rankine (www.gynordination.at), die ebenfalls ganzheitlich orientiert ist.

Gynäkologin Rankine empfiehlt ihren Patientinnen bei klimakteriellen Beschwerden, zunächst pflanzliche Östrogene zu probieren. „Leider kann man damit aber meist nur eine leichte Linderung der Beschwerden erreichen.“ Auch Vitamine, bestimmte Homöopathika, Schüssler Salze (wie Calcium Phosphoricum gegen Energieverlust oder Natrium Chloratum zum Ausgleich des Wärmehaushalts) sowie gesunde Ernährung und Bewegung können Abhilfe schaffen. „Erst wenn all das nichts hilft, verschreibe ich bioidentische Hormone. Diese sind besser verträglich als synthetische und erhöhen außerdem das Brustkrebsrisiko nicht.“

Klassische HET?
Die klassische Hormonersatztherapie (HET) mit künstlichen Hormonen sei für manche Frauen jedoch immer noch eine geeignete Wahl, betont der Wiener Gynäkologe Christian Singer. Sie hilft gegen Hitzewallungen, Scheidentrockenheit und hat oft einen günstigen Einfluss auf Schlaf, Stimmung und die Knochendichte. Sie berge aber auch Gefahren: „Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, steigt; ebenso das Risiko für Schlaganfall, Thrombose oder Herzinfarkt bei längerer Einnahme.“ Die Entscheidung über eine wirksame, sichere Behandlung ist damit schwieriger geworden. Mit ein Grund, warum gesunder Lebensstil und alternative Behandlungsmethoden immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Mehr zum Thema ab Samstag in Ihrer MADONNA!
- Acht Schritte für mehr Wohlbefinden im Wechsel aus dem SatC 2-Kultbuch von Suzanne Somers
- Was bringen Samanthas Methoden? Dr. Rankine erklärt
- Die besten Tipps gegen Wechsel-Stress von Prof. Dr. Ch. Singer

MADONNA Cover 26.06.2010
MADONNA vom 26.06.2010

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