12. März 2010 13:04
Unabhängigkeit im Denken, Fühlen und Gestalten. Diese drei Säulen bestimmten
stets das Leben der unvergessenen und bis heute stilprägenden Modeschöpferin
Coco Chanel († 1971). Unabhängig auch in der Selektion ihrer Liebhaber.
Einige sollen den Weg der stets Kreativen gesäumt haben, wenngleich das
einstige Waisenkind immer die Aura der kühlen Einzelkämpferin umgab. 1920
lernte Chanel den Komponisten Igor Strawinski kennen, mit dem sie – dass er
verheiratet und Vater vierer Kinder war hinderte die Designerin nicht – eine
kurze, leidenschaftliche Amour fou verband.
Gala-Premiere
Im neuen Kinofilm „Coco & Igor“
(Kinostart in Österreich am 15. April) wird eindrücklich der Zweikampf
dieser beiden Liebenden geschildert, deren kreatives Werk stets im
Mittelpunkt stand, und die einander nie vergessen konnten. MADONNA
und der ORF laden am 13. April zur exklusiven Galapremiere des filmischen
Meisterwerks in dem Anna Mouglalis als Coco Chanel brilliert. Bereits mit 31
Jahren ist die eigenwillige Schönheit gefeierter Filmstar und, seit Karl
Lagerfeld sie 2001 in Claude Chabrols Psychothriller „Süßes Gift“ entdeckt
hat, auch Werbegesicht von Chanel. „Sie spielt Coco sehr überzeugend, kommt
besonders nah an ihren Charakter heran“, so die Meinung des Modekönigs, dem
Mouglalis als inspirierende Muse dient.
Rebellin und Punk
Denn wie auch Coco Chanel liebt die in Nantes
geborene Mouglalis vor allem eines: Freiheit. In Paris, wo die
hochgewachsene Schauspielerin mit ihrem Lebensgefährten Samuel Benchetrit
und Tochter Saul (2 Jahre) lebt, fährt Mouglalis bevorzugt Moped, liebt die
Bars von Pigalle und hat dort schon mit den Taxifahrern und Prostituierten
spontane Partys gefeiert. Ihr Credo? „Ich will, dass mein Leben fantastisch
ist, sonst könnte ich gleich sterben.“
Bild: (c) WireImage.com/Getty
King Karl, der Entdecker:
Model & Muse. 2001 sah Lagerfeld Mouglalis im Claude-Chabrol-Film „Süßes
Gift“ und engagierte sie für die Chanel-Parfüm-Kampagne von „Allure“. Als
Coco im Film findet er sie einfach „fantastisch“
Vorbild und Lehrer
Den Look dazu kreierte Lagerfeld. „Vor Karl
hatte ich absolut keine Idee von Mode. Nie im Leben habe ich Shopping-Trips
gemacht“, erklärt sie mit ihrer tiefkehligen Gitanes-Stimme. „Natürlich
hatte ich einen Sinn für das Schöne, aber eigentlich ging es mir immer nur
darum, dass es nicht wichtig ist, was man anzieht.“ Seit „Karl“ sie für
Chanel entdeckt hat, änderte sich ihre Meinung: Lagerfeld für Mouglalis – im
Herzen eine moderne Punkerin – „Outfits wie für moderne Amazonen“. Sie
gehört zu den Auserwählten, die ihn in seinem Pariser Haus besuchen dürfen.
Natürlich haben sie dort auch über die Rolle der Coco Chanel gesprochen,
über die der Modezar sagt: „Am liebsten mag ich die Coco zu Anfang ihrer
Karriere, die rebellische, eigensinnige Coco. Ich denke an sie, wenn ich
meine Kollektionen kreiere.“
Auch an Mouglalis, die er im Film „Coco & Igor“ einfach
„fantastisch“ findet.
Bild: (c) Getty Images
Mouglalis, Star des französioschen
Films, lebt mit dem Regisseur Samuel Benchétrit zusammen.
Anna Mouglalis im Interview
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Was fasziniert Sie an der Persönlichkeit der unvergessenen
Modeschöpferin? Anna Mouglalis: Coco hat nicht nur die
Mode revolutioniert, sondern sie revolutionierte auch das Leben der
Frauen – durch die Kleider, die sie machte. Sie wollte dieselbe
Unabhängigkeit wie ein Mann, die gleiche Freiheit. Coco hatte diese
Magie, die große Menschen ausmacht.
Das von ihr kreierte klassische Chanel-Kostüm in Schwarz/Weiß ist
heute noch modern. Mouglalis: Chanel ist genau das: hin - und
hergerissen: Voller Brüche. Coco hatte diese schwarze und weiße
Seite.
Sie sind seit Jahren das Gesicht von Chanel, bewerben den Duft
„Allure“, Schmuck und Taschen. Mouglalis: Dabei
hatte ich vor Karl absolut keine Idee von Mode. Nie im Leben habe ich
Shopping-Trips gemacht. Natürlich hatte ich einen Sinn für das
Schöne, aber eigentlich ging es mir immer nur darum, dass es nicht
wichtig ist, was man anzieht. Für mich macht Karl Outfits wie für
moderne Amazonen. Die Freiheit, die er sich bei der Auswahl von
Materialien nimmt, ist unglaublich. Er hat Jeans-Overknees aus alten
Flohmarkthosen nähen lassen. Er ist der freieste und kultivierteste
Mensch der Welt. Er verurteilt nichts und niemanden.
Auch Sie gelten als Freigeist... Mouglalis: Ich will
einfach, dass mein Leben fantastisch ist, sonst könnte ich gleich
sterben. Und ich bin nicht Schauspielerin geworden, um mein Gesicht zu
zeigen, sondern weil ich Kunstwerke machen möchte. Aber ich weiß,
dass ich auch Glück habe. Man kann sich vor Glück mit so vielen
Dingen fast betrinken: Menschen zu treffen wie Karl Lagerfeld, mit
der Liebe oder einfach dem Sonnenlicht, dass die Wangen wärmt.
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MADONNA & der ORF laden zu
Coco-Premiere
Exklusiv. Eine intensive Leidenschaft verbindet Coco
Chanel und den Komponisten Igor Strawinsky, der – von Cocos Freigeist
inspiriert – Erfolge feiert. Gewinnen Sie VIP-Karten zur exklusiven Premiere
des Meisterwerks „Coco & Igor“.
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