Todesfalle - Mehr Unfälle durch Musik

Kopfhörer sind schuld

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Todesfalle - Mehr Unfälle durch Musik

Hupgeräusche, Ampeltickern, quietschende Reifen - den ganz normalen Verkehrslärm hat der Fußgänger mit den Kopfhörern, der auf die Straße geschleudert wurde nicht gehört. Er konnte nicht rechtzeitig reagieren, das Hupen hat er überhört. Die Zahl der Fußgänger, die mit Musik durch den Verkehrsalltag schweben hat zugenommen - ebenso Unfälle die durch den ausgeblendeten Sinn "Hören" verursacht werden.

In sechs Jahren haben sich die Kopfhörer-Unfallopfer sogar verdreifacht. Das geht aus einer neuen Studie der University of Maryland School of Medicine und des University of Maryland Medical Center in Baltimore hervor. In drei Viertel der Fälle sterben die abgelenkten Verkehrsteilnehmer sogar.

„Das Thema wird auch hierzulande immer mehr als Problem erkannt“, betont Klaus Robatsch, Bereichsleiter für Prävention beim Kuratorium für Verkehrssicherheit. Obwohl sich auch frühere Generationen im öffentlichen Raum durch Kopfhörer abschotteten, sei derzeit eine Zuspitzung zu beobachten. "Beim Straßenqueren oder bei Eisenbahnkreuzungen ist die Gefahr dadurch groß, doch auch für künftige Entwicklungen wie etwa die geräuscharmen Elektroautos gibt es noch keine Lösung", so der Experte.

Aufklärung statt Verboten
"Falls die laufende Studie einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Kopfhörer-Musikhören im Straßenverkehr und den Unfällen zeigt, so müssen auch Maßnahmen überlegt werden. Statt mit Verboten sollte man stets mit Prävention und Aufklärungsarbeit beginnen. Vielleicht lassen sich auch die Hersteller der Audiogeräte einbinden", erklärt Robatsch.

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