19. Jänner 2010 16:22
Der Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts hat in der Damenwelt "ein
Bedürfnis nach funktionaler Kleidung" ausgemacht - kein Wunder in
diesem kalten Winter. Bei der Düsseldorfer Damenmodemesse CPD geben vom 7.
bis 9. Februar über 1.000 Kollektionen einen Ausblick auf die Mode des
nächsten Winters.
"Softwear, Hardwear, Playwear" - mit den an die Computersprache
angelehnten Begriffen beschreibt der Modefachmann die neuen Gegensätze in
der Kleiderwelt. Kuschelige Stoffe, weiche Formen und Farben wie Beige und
Grau stehen für eine Weichheit in allen Bereichen - "Softwear".
"Unter diesem Dach finden sich softe Teile, die Vertrauen und Schutz
bieten", meint Müller-Thomkins. Strick, Jersey, gewaschene Wolle und
Pelze sind die typischen Werkstoffe des Themas.
Ganz anders ein wehrhaftes Dekor mit einer fast provozierenden Ausstrahlung
- es ist ein scharfer Kontrast zur weichen Linie. Hier kommen Lack und Leder
zum Einsatz, die Schultern sind gepolstert, die Blazer auf Taille
geschnitten. An historische Uniformen angelehnte Schnitte wirken schneidig. Die
Rockerszene hinterlässt ihre Spuren in der Damenmodewelt . Die
Farben dieser harten Richtung sind dunkel, schwarz, oft mit
Glitzer-Effekten. Dazu passen
Leggins oder Röhrenhosen aus Nappaleder.
Verspielt kommen in einer weiteren Richtung die Klassiker zusammen: Jeans,
Miniröcke, karierte Blusen und Blazer, Sakkos aus Tweed oder Strickkleider
gehen in diesem Mix-Stil mit. "Layering", mehrere Schichten von
Kleidung, sind angesagt. "Vielleicht sind es auch zwei Schals und drei
Jacken übereinander", meint Müller- Thomkins.
Der Fachmann sieht in den Looks eine verstärkte Orientierung an der
Realität. Dazu gehört auch das Programm der CPD-Damenmodemesse. So ist
erstmals ein Bereich dem Thema Schwangerschaft gewidmet: 30 Marken stellen
Umstandsmode vor. Und auch die "Frauen von Format" finden sich in
einem separaten Bereich wieder - mit
Mode ab Größe 42.