10. März 2010 14:03
Die Anden, Afrika und Offizierslook trafen in der Schau von Wolfgang
Joops Label Wunderkind am Mittwoch in Paris aufeinander. Joops
Prêt-à-Porter-Kleider für Herbst/Winter 2010/11 erschienen in sanften
Erdtönen als gut gemixtes Patchwork. Mäntel wie aus peruanischen Decken,
zipfelige Chiffonkleider mit einem matten Leopardenmuster oder geometrischen
Zeichen, graue Militärjacken mit roten Streifen an den Passen und Fransen in
Goldbeige sowie Anzüge aus Leinen in blassem Khaki zeugten von großem
Farbgefühl. Stiefel waren mit Masken im Stil der Primitive Art besetzt.
Alles wirkte wie schon in Gebrauch - lauter Lieblingsstücke eben.
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Die beiden deutschen Designer Johnny Talbot und Adrian Runhof
übertrugen die Beweglichkeit des Balletts auf ihre Kleider. Schmal, aus
bronzefarbenem Brokat, öffneten sie sich zum Tutu der Ballerinen, oder
wanden sich in silbrigen Raffungen und mit Reißverschluss im Rücken um den
Körper. Drama kam durch knallrote Schuhe und futuristische Accessoires aus
Polypropylen dazu. Mehrlagige Abendkleider schillerten "magisch"
in kräftigen Farben. Als Extra-Bonbon gab es am Ende einen Spitzen-Auftritt
der Ballerina Lisa Maree Cullum.
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Maria Grazia Chiuri und Pier Paolo Piccioli gelang bei Valentino eine
leichthändige Kollektion. Frisch, jung und fein wirkten am Dienstag ihre
Entwürfe, deren Röcke an Blütenkelche erinnerten. Kleine Perlen, subtil
eingesetzte Pelzteile und präzise Plissees schmückten die meist
schenkelkurzen Kleider. Selbst das für das Traditionshaus typische kräftige
Rot erschien hier neu und modern.
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Sportlichkeit und Couture mischten sich bei Girbaud. Blousonjacken
und Steppmäntel waren durch Raffungen auf Figur gebracht. Hahnentritt- und
Karomuster gab es hier nicht in Wolle gewebt, sondern als Druck auf Jeans
oder seidigen Stoffen. Nur die schön bestickten Burkas und Schleier, die
viele Models trugen, wirkten ein wenig willkürlich dazu kombiniert.
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