26. Jänner 2010 13:27
Den Auftakt machte der niederländische Designer
Josephus Thimister , danach kamen Modeschöpfer wie Anne Valérie Hash,
Christian Dior und Giorgio
Armani an die Reihe.
Bei der wohl exklusivsten Modeveranstaltung der Welt zeigen Designer-Häuser
ihre in Handarbeit gefertigten Modelle.
Hier ein Überblick von A bis
Z:
A wie "Ayoub, Mouna": Die Jet-Setterin mit libanesischen Wurzeln
besitzt eine Privatsammlung von mehr als 1.500 Haute-Couture-Kleidern und
sammelt eifrig weiter. Wenn sie nicht zur Schau kommt, schieben Modehäuser
Panik.
B wie "Bus": Anders als bei den Prêt-à-Porter-Schauen gibt es bei
den Couture-Schauen keinen Bus, der die Gäste von Show zu Show fährt. Die
meisten kommen ohnehin mit Limousine.
C wie "Chambre Syndicale de la Haute Couture": Die Kammer vereint
die Couture-Häuser, veranstaltet die Schauen und legt die Kriterien für den
Titel Maison de Couture fest.
D wie "Dior":
Die stets dramatisch inszenierte Schau von Dior-Designer John Galliano gilt
als erster Höhepunkt der Couture-Tage.
E wie "Eintrittskarte": Bei den Schauen ist ähnlich wie beim
Prêt-à-Porter die Anzahl der Plätze streng limitiert.
Anders
als dort sitzen hier nicht Händler im Publikum, sondern einzelne Kundinnen.
F wie "Federn": Neben Stoffblumen oder Pailletten schmücken sie
viele Entwürfe. In Paris gibt es für ihre Fertigung eigens spezialisierte
Ateliers wie den Feder- und Blumen-Experten Lemarié.
G wie "Gaultier, Jean-Paul": Das einstige Enfant terrible der Mode
brachte frischen Wind, als er 1997 in die Haute Couture einstieg. Noch heute
bietet er ungewöhnliche Hingucker.
H wie "Hundert": Nicht Tausende, sondern nur wenige Hunderte von
Frauen weltweit kaufen die schwindelerregend teuren Couture-Roben.
I wie "Inoffiziell": Neben dem offiziellen Schauen-Kalender gibt
es noch zahlreiche Off-Präsentationen kleinerer Designer-Häuser.
J wie "Juwelen": Nach vier Tagen Mode ist der letzte
Veranstaltungstag den Schmuckkreationen von Juwelierhäusern gewidmet.
K wie "Kalender": Die Abfolge der Schauen wird von der Chambre
Syndicale festgelegt.
L wie "Lacroix": Christian Lacroix gilt als ganz großer Couturier.
Leider ist er nicht mehr dabei, da sein Haus im vergangenen Jahr Insolvenz
anmelden musste.
M wie "Mitglied": Neben den Häusern, die der Chambre Syndicale de
la Haute Couture fest angeschlossen sind, gibt es korrespondierende
Mitglieder aus dem Ausland wie Armani sowie geladene Mitglieder - kleinere
Modehäuser, die nicht alle Auflagen erfüllen.
O wie "Oscars": Die Verleihung der Academy Awards ist nach den
Schauen der zweite Laufsteg der Haute Couture. Nirgendwo werden so viele
Roben aus Meisterhand getragen wie auf Hollywoods rotem Teppich.
P wie "Petites Mains": Ohne die sogenannten kleinen Hände, die
geschickten Finger erfahrener Näherinnen oder Stickerinnen, wäre die Couture
nicht realisierbar.
Q wie "Qualität": Sie wird streng überwacht. Zu den Vorgaben
an ein Couture-Haus gehört das perfekte Beherrschen des Schneider-Handwerks
und traditioneller Techniken.
R wie "Rue Cambon": Hier in 75001 Paris liegt das Stammhaus von
Chanel mit dem Couture-Atelier, in dem noch heute den Kundinnen die Entwürfe
von Karl Lagerfeld angepasst werden.
S wie "Stil": Giorgio Armani bewies ihn schon vor seiner Schau. Er
entschuldigte sich via E-Mail bei seinen Gästen, dass sein Defilee von der
Chambre verschoben wurde.
T wie "Thimister,
Josephus": Der niederländische Designer sollte die Couture-Schauen
am Sonntagabend als eingeladenes Mitglied eröffnen.
U wie "Unpünktlich": Die feinen Schauen beginnen fast immer
mit Verspätung.
V wie "VIPs": Der Andrang von Prominenten Und Weltstars bei den
Couture-Schauen ist immer groß.
W wie "Worth, Charles Frederick": Der Engländer (1826-1895), der
1858 ein Modehaus in Paris eröffnete, gilt als Begründer der Haute Couture.
Er war der erste, der seine Modelle mit Namen zeichnete.
X wie "XXL": Übergrößen gibt es auch bei der maßgeschneiderten
Haute Couture fast nie. Die Kundinnen investieren ähnlich viel Geld und Zeit
in eine perfekte Figur wie in den Kleiderkauf.
Y wie "Yesterday": Manchem erscheint die hohe Kunst der
Schneiderei wie von gestern.
Z wie "Zukunft": Für die Haute Couture fraglich angesichts der
schwindenden Zahl der Modehäuser, die sich ein teures Atelier leisten.