20. April 2012 09:13

Daniela Schimke 

Werner, gar nicht beinhart

Ein Tag mit einem der schönsten Männer der Welt

Werner, gar nicht beinhart

Zugegeben, die Freude ist groß, als wir in Richtung Zürich abheben. Kein Wunder, befinden wir uns doch auf dem Weg zu einem der besten Typen unserer Zeit – und schon jetzt steht fest: Werner Schreyer scheint nahezu jede Frau auf irgendeine Art zu faszinieren. Die Star-Fotografin Inge Prader, die schon Kapazunder wie Franziska Knuppe, Eva Padberg und Wolfgang Joop vor der Linse hatte und somit nicht einfach zu beeindrucken ist.

Ebenso wie Assistentin Nina, blutjung, bildhübsch, intelligent – und anspruchsvoll. Und natürlich mich: die Mittdreißigerin, die nichts weniger leiden kann als getrimmte Modelmuckis und einen „Tote Augen von London“-Blick. Werner Schreyer jedoch finde auch ich klasse. Gespannt sitzen wir im Café vor der Zürcher Kunstakademie, warten auf den lässigen Wiener James Dean, der nicht nur die Butter auf unseren frisch gestrichenen Semmerln schmelzen ­lassen wird, bevor uns der Checker im Designeranzug aus der für ein Supermodel freilich völlig unangemessenen Kantine zerren wird.

Da ist er! Turnschuhe, zerbeulte, farbbekleckste Jeans, Kapuzenshirt, Kappe. „Hallo, ich bin der Werner“, reicht er uns artig wie ein Schulbub die Hand. „Ich hol’ mir nur schnell ein Weckerl.“ So ist Werner. Gar nicht beinhart, gar nicht „Checker“. Dafür unkonventionell und vielschichtig wie seine Kunst. Manchmal hat eben „unperfekt“ auch Klasse.

Daniela Schimke ist MADONNA-Chefredakteurin. d.schimke@oe24.at


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1 Posting
Hanim (GAST) meint am 01.06.2012 21:45:19 ANTWORTEN >
Ijon Tichy</a> sagt: Donnerstag, 19. November 2009 um 15:58</a>Tolle Rezension! Ich finde den Film schlichtweg giaenl dcbrigens wurde mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit we4hrend des Ersten Golfkriegs die Tochter des damaligen amerikanischen Botschafters als irakisches Me4dchen verkleidet und auf diese Weise eine manipulierende Szene gedreht.Insgesamt ist der Film eine cineastische dcbertragung der soziologischen Metatheorie des so genannten Konstruktivismus , demzufolge die objektive soziale Realite4t ein konstruiertes Produkt ist.Im politikwissenschaftlilchen Forschungszweig der Internationalen Beziehungen wird der Film auch gerne als Anschauungsmaterial hergenommen, um den Kernsatz des Konstruktivismus Anarchy is what state makes of it zu verdeutlichen. Demzufolge besteht in der Landschaft der internationalen Politk ein chaotischer Dauerzustand, da es auf der internationalen Ebene keine leztzte Instanz mit Gewaltmonopol gibt (anders innerhalb eines Staates oder Staatenverbe4nde etc.). Deshalb hat jeder Staat selbst in der Hand, was er aus dem anarchischen Zustand macht.Und in Wag the Dog sieht man auf sarkastische (aber nichtsdestotrotz auch oft realistische) Weise, dass die Audfenpolitik (im Film zwar fiktiv, aber in Wirklichkeit of genug real) eines Staates wie du ja schreibst von der Innenpolitik bestimmt wird. So sind Spin Doctors (oder Filmproduzenten) die eigentlichen Strippenzieher im Machtgeffcge. Ijon TichyZitiere</a>
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