24. August 2010 13:07

A bis Z 

Parfum-Lexikon

Wissenswerte Fachbegriffe und Pafumbestandteile von A-Z.

Parfum-Lexikon
© Getty Images

Absolu(e), Absolut(e)
Natürliche Duftstoffe aus verschiedenen Pflanzenteilen, qualitativ hochwertig, teure Gewinnung

Adaption
Wahrnehmung des Dufts nimmt mit der Zeit ab

Agrumenöle
Sammelbegriff für die allgemein als Citrusöle bekannten ätherischen Öle

Akkord
siehe Duftakkord

Aldehydig
Geruch, der durch kurzkettige Fett-Aldehyde entsteht: fettig, wäßrig, talgig, oft in eleganten femininen Noten

Ambra
Ausscheidung des Pottwals: holzig, trocken, balsamisch, etwas tabakartig bis bouquethaft mit erotisierendem Einschlag, hauptsächlich in teuren Parfums

Androgene
Sexualhormone, dazu gehören Testosteron, das im Körper zu Androsteron umgewandelt wird

Angelika
Wurzelöl aus der Angelikapflanze: moschus-pfefferartiger Duft, in Herrennoten

Animalisch
Bezeichnung der Düfte tierischer Herkunft, z.B. Zibet, Moschus, Castoreum und Ambra

Anosomie
Geruchsblindheit

Aromatisch
veraltet: Geruchseindruck süßer Balsame, heute: Gerüche von Geschmacksstoffen

Ätherische Öle
Gewinnung durch Auspressen oder Wasserdampfdestillation aus verschiedenen Pflanzenteilen, Gemische mehrerer chemischer Substanzen, verdunsten ohne Rückstand

Balsamisch
Süßer, weicher und warmer Geruch

Basisnote
Dritter und letzter Teil des Duftablaufs eines Parfums, auch Fonds genannt, entfaltet sich erst lange nach Auftragen des Parfums und hält sich über mehrere Stunden. Diese dient zur Abrundung der Herznote.

Benzoe/Benjoin
Harz von wildwachsenden Bäumen der Familie Styracaceae (Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam), schokoladig-süßbalsamisch

Bergamotte
Citrus Bergamia. Vorkommen: Westindien, Guinea. Seine Hauptsubstanz ist Thymol. Es wird für Mundwasser, After Shaves, Seifen, Lotionen, Cremes und in Parfum und Eau de Colognes verwendet. Der Geruch ist sehr angenehm, kann aber hypoallergene Reaktionen hervorrufen. Es gibt etwa dreihundert verschiedene chemische Verbindungen, die sich in der Schale aus der das Öl gewonnen wird, finden.
Sonnenflecken: Das Phänomen der braunen Flecken beim Sonnenbaden, die durch Parfums ausgelöst wurden, geht auf den Duftbestandteil Bergamotte zurück. Bergamotte wird aus der Schale einer Zitrusfrucht gewonnen, die ähnlich einer Orange aussieht, aber eine grüne Schale hat. Ihr Duft wird klassisch in Eau de Colognes, in vielen frischen Damen- aber auch Herrendüften eingesetzt. Vor allem in der Kopfnote sorgt sein zitrisch-herber, frischer Duft für Energie und positive Stimmung.
Seit man entdeckt hat, welcher Bestandteil der natürlichen Essenz - die sogenannten Furocumarine - für die braunen Flecken verantwortlich ist, wird dieser aus den Essenzen herausdestilliert.

Bibergeil
siehe Castoreum

Bitter
Mit dem entsprechenden Geschmacksstoff verwandter Geruch, vorwiegend in maskulinen Noten

Bittermandelöl
giftiges, nach Blausäure reichendes Öl, wird nach Entfernen der Blausäure in Parfüms und Aromen eingesetzt.

Bouquet
Gemisch verschiedener Blütennoten, Bouquettierung: Ausschmückung, Harmonisierung und Abrundung einer Komposition

Butaflore
Blütenöle, die durch unterschiedliche Methoden, wie Wasserdampfdestillation, Extraktion mit kalten Fetten (Enfleurage), Lösungsmitteln oder Gasen gewonnen werden.

Calone
neuerer, synthetischer Duftbaustein, der in modernen Parfumkompositionen eingesetzt wird. Riecht nach Meer, Wasser, Algen und Grapefruit. Als aquatische, metallische Note, gibt er Parfums einen frischen Aspekt. Beliebt auch für Herrennoten. Realtiv teuer, riecht sehr intensiv.

Campherig
Frischer, sauberer, medizinischer Geruch, oft in Badeprodukten

Cassie
Eine der Veteranen der durftspendenden Pflanzen (Südfrankreich, Mittelmeerraum)

Cassis
Aus den Blättern des schwarzen Johannisbeerstrauches, fruchtige Parfumnoten

Castoreum
Aus den Drüsenbeuteln zwischen den Hinterläufen des Bibers wird durch Extraktion ein warmer, animalischer, eigenwilliger Duft gewonnen, angenehm süß wenn verdünnt

Cedernholzöl
etherisches Öl aus den Holz der Ceder (Zeder) mit süßlich, holzigem, sehr haftendem Geruch.

Cibet
siehe Zibet

Citrusöle
auch Agrumenöle genannt. Dazu gehören: Bergamottöl, Citronenöl, Mandarinenöl, süßes Orangenöl, Grapefruitöl. Gewinnung durch Aispressen der Schalen.

Concrètes
Essences concrètes, durch Extraktion von riechstoffhaltigen Pflanzenteilen, meist Blüten gewonnene Duftstoffe.

Coniferig
Duft, der an Nadelbäume erinnert, in Badeprodukten und maskulinen Düften

Cool
Herrennoten mit besonders kühlem Gesamteindruck

Cumarin
Süßer, kräuterwürziger, an frisches Heu erinnernder Duft

Cuminöl
Römisches Kümmelöl, küchengewürzähnlicher Duft, durch Destillation gewonnen

Destillation
Gebräuchlichste Methode zur Gewinnung von Duftstoffen - mit Wasserdampf oder flüchtigen Lösungsmitteln

Drogen
getrocknete Stoffe, pflanzlicher oder tierischer Herkunft, zur meist äußerlichen Anwendung für Badezwecke, Aufgüsse, Kompressen etc. geeignet.

Duftakkord
Betonung einer Duftrichtung

Duftbausteine
Alle Inkredienzen zum Aufbau von Parfumkompositionen

Duftentfaltung
3 Kriterien: Abstrahlung beim Öffnen des Flakons, Abstrahlung von der Haut in allen Phasen des Duftablaufs, Wirkung in der Umgebung der Träger

Duftorgel
Arbeitsplatz des Parfumkreateurs, Aufreihung der Duftessenzen

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