08. Februar 2010 15:22
Was genau ist atopische Haut?
Atopische Haut ist eine extrem trockene Haut, die spannt und juckt. Sie
zeigt schuppende Stellen und teilweise raue rote Flecken im Gesicht und am
Körper, vor allem in den Halsfalten, auf den Innenseiten von Ellbogen und
Knien sowie an Armen und Beinen. Wird atopische Haut nicht ausreichend
gepflegt, kann es zur Verschlimmerung und auch zu Ekzemschüben wie
Neurodermitis kommen.
(c)La
Roche-Posay
Die eigene Haut wird als »fremd« empfunden, fühlt sich ständig unangenehm,
reizbar, manchmal auch schmerzhaft an und macht einem das Leben schwer. Das
persönliche und gesellschaftliche Wohlbefinden können empfindlich gestört
sein.
Der Teufelskreis atopischer Haut
Trockene oder zur Neurodermitis
neigende Haut ist eine Haut mit zu geringem Eigengehalt an Fetten, die die
Haut nach außen hin versiegeln. Diese pathologische Veränderung der
Hautschutzbarriere macht sie durchlässig für schädliche Einflüsse und
Allergene von außen. Sie wird empfindlicher und leichter reizbar. Auf sehr
trockener Haut kann sich ein immer wiederkehrender Juckreiz entwickeln. Das
Kratzen, das zwar vorübergehend Linderung verschafft, beschädigt die
Hautschutzbarriere. Durchlässig geworden, kann sie das Eindringen von
hautreizenden Stoffen und Allergenen nicht vermeiden.
Diese führen in
der Haut wiederum zu neuem Juckreiz. So beginnt der Teufelskreis der
Neurodermitis.
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SCHON GEWUSST?
- Die atopische Dermatitis (auch Neurodermitis) ist eine chronische, allergisch
bedingte Erkrankung, die sich oft auf Grund einergenetischen Vorbelastung
entwickelt. In fast der Hälfte aller Fälle beginnt sie
bei Kindern vor dem sechsten Lebensmonat, zumeist aber vor dem fünften
Lebensjahr.
- Atopie ist mitbedingt durch unseren Lebensstil. Die Erkrankungshäufigkeit
nimmt zu. 50 Mio. Menschen in Europa sind von atopischer
Dermatitis betroffen. Diese Zahl hat sich in den letzten 50 Jahren
in den westlichen Industrienationen verdoppelt.Es ist der häufigste
Grund für einen Besuch beim Dermatologen.
- Bis zu 20% aller Kinder leiden darunter.
- Umweltfaktoren (Haus staubmilben, Pollen und Tierhaare), vor allem
aber die in den letzten Jahren stark zunehmende
Umweltverschmutzung, stehen in Verdacht, die äußeren
Symptome dieser Erkrankung mit auszulösen.
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