22. September 2009 11:12
Haut und Haare brauchen in den Herbstmonaten besondere Pflege, um gegen
Wind, Wetter und Austrocknen geschützt zu sein. Es ist also höchste Zeit,
das Badezimmerregal zu sortieren.
Kälte und trockene Heizungsluft sind die beiden Hauptumstände, die
reichhaltigere Pflege verlangen. Denn durch die Umwelteinflüsse wird auch
die Haut trocken, und die Haare laden sich statisch auf, erklärt
Kosmetikexpertin Hanne Vedder. Insbesondere die Hände und das Gesicht sind
in den kalten Monaten diesen Einflüssen ausgesetzt. Sie sind die meiste Zeit
nicht durch Kleidung geschützt.
Eigens für Herbst und Winter kreierte Produktserien gebe es zwar, erläutert
Vedder - "die muss man aber nicht unbedingt kaufen". Wer einige
Grundsätze beachtet und einen Blick auf die Inhaltsstoffe wirft, kann auch
selbst richtig auswählen und den Bestand im Badezimmerschrank richtig
ergänzen.
"Auf die Gesamtrezeptur kommt es an", sagt Ursula Lüders von der
Stiftung Warentest in Berlin. Die genaue Zusammensetzung steht auf der
Rückseite der Verpackung, ist aber häufig schwer zu durchschauen.
Grundsätzlich gelte: Gut für trockene Haut in Herbst und Winter wirken alle
Cremes "für trockene, reifere Haut" - sie sind reichhaltiger.
Das bedeutet, dass in diesen Cremes ein höherer Fettanteil enthalten ist,
ebenso mehr Feuchtigkeit.
"Nachtcremes auch am Tag nutzen", rät Vedder - das kann für eine
gesunde Haut in der kalten Jahreszeit förderlich sein. Neben Tagescremes mit
einem höheren Fettgehalt eignen sich auch Cremes mit der Aufschrift "Wasser-in-Öl".
Bei Gesichtscremes ist ein hoher Anteil pflanzlicher Fette - etwa Öle - von
Vorteil. Und der Inhaltsstoff Vitamin E gebe der Haut ein höheres
Feuchthaltevermögen.
Auch die Haare freuen sich über gute Pflege. "Man kann den Haaren
durch Kuren bestimmt etwas Gutes tun", sagt Huber - wichtiger sei bei
trockener Luft und Kälte aber die richtige Pflege für die Haut. Sie basiert
zwar auf Zuwendung. Zu viel Reinheit kann aber auch schaden. "Häufiges
Waschen und Duschen führt zum Austrocknen", warnt Huber. Daher
müssen Täglich-Duscher dagegen ancremen - der Feuchtigkeitsmangel wird durch
Bodylotion nach dem Duschen wieder ausgeglichen.
Handcremes stehen gerade in den kalten Monaten in diversen Ausführungen in
den Regalen. Dabei sind nicht nur die Inhaltsstoffe unterschiedlich, auch
der Preis variiert - das gilt auch für Gesichts- und Körpercremes. Ein hoher
Preis sorgt nicht unbedingt für eine bessere Wirkung, hat die Stiftung
Warentest herausgefunden: "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass noch
nie bei einem Test nur die teuersten Produkte oben waren", sagt Lüders
- "billige Produkte können genau so gut sein."
Nicht nur bei Sturm, Schnee und Heizungsluft braucht die Haut besonders viel
Aufmerksamkeit. Auch die Sonne ist im Winter nicht zu unterschätzen.
Skiurlauber sollten laut Huber auf einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor
bei Gesichtscremes achten. Haut und Haaren hilft im Winter nicht nur
regelmäßiges Eincremen: "Räume sollten gut gelüftet werden,
damit die Haut ausreichend Feuchtigkeit erhält", rät Expertin
Birgit Huber. Außerdem hilft es, viel zu trinken: Zwei Liter pro Tag
empfiehlt Vedder.