12. Februar 2010 08:55
Hektische Telefonate mitten in der Nacht, Geldforderungen, Lügen und am Ende
die Absage: US-Skandal-Starlet Lindsay Lohan machte die Nacht auf gestern
für Richard Lugner zum absoluten Albtraum.
Der Plan war simpel: Lohan sollte mit einer British-Airways-Linienmaschine
von L.A. nach London fliegen. Dort stand ein Falcon- Privatjet bereit, der
sie nach Wien bringen sollte. Doch alles kam ganz anders ...
Den ersten Schock aus Los Angeles bekam Baulöwe Lugner (77) um 2 Uhr früh:
Lohans Management Greystone meldete eine Verzögerung am Weg zum Flughafen.
Zwei Stunden zu spät kommt Lohan schließlich zum Rollfeld. Grund: Die
23-Jährige hatte zunächst noch einen Termin bei ihrem Bewährungshelfer, um
überhaupt ausreisen zu dürfen.
Sie shoppte in L.A. – und Lugner zitterte in Wien
Danach
dürfte das Starlet beim Shopping in Los Angeles ganz einfach die Zeit
übersehen haben – während Lugner in seiner Wiener Villa auf Nadeln saß.
„Kurze Zeit später hat British Airways bei mir angerufen und wollte meine
Kreditkartennummer, damit ich 16.000 Euro Strafe für die Wartegebühr des
Jets zahle. Aber ich habe keinen unbegrenzten Kredit“, schildert Lugner. Es
beginnen hektische Telefonate. Sein Problem: Es ist mitten in der Nacht –
keine Bank des Landes hat geöffnet.
Um 2.27 Uhr ist schließlich alles vorbei: Lohan verlässt den Airport, Lugner
bekommt die Info: „Der Deal ist geplatzt.“
Die offizielle Stellungnahme von British Airways stellt Lugners Geschichte
freilich als Schwindelei hin: „Unser Flieger hat auf niemanden gewartet –
das ist nicht wahr.“ In Wahrheit sei das Flugzeug nicht nach zwei Stunden,
sondern nur mit 13 Minuten Verspätung von L.A. gestartet. Außerdem wäre eine
Pönale fürs Zuspätkommen unüblich.
Richard Lugner zittert jetzt um sein in Lohan investiertes Geld – 200.000
Euro hatte er vorgeschossen. Noch in der Nacht musste er sich um die
Formalitäten kümmern.
Und während sich Lugner als Ersatz-Gast die männliche Blondine Dieter Bohlen
krallte, war Lohan dann doch auf dem Weg nach London – zu einer schicken
Charity-Party im Rahmen der Brit-Awards.
Protokoll der Absage - So lief die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag
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0.45 Uhr (unserer Zeit) „Sind auf dem Weg“. Anruf bei
Lugner. Lohans Management sagt: „Sie ist auf dem Weg zum Flughafen L.A.
2.00 Uhr „Verspätung“ Wieder das Management. Lohan verspäte
sich, man lasse die British-Airways (BA)-Maschine warten.
02.15 Uhr „16.000 Euro“ Laut eigenen Angaben bekommt Lugner
einen Anruf von BA. Man habe zwei Stunden auf Lohan gewartet, jetzt
wolle man 16.000 Euro Standgebühren.
02.20 Uhr Hektik Lugner kann das Geld nicht auftreiben, da
keine Bank geöffnet hat. British Airways dementiert die gesamte
Lugner-Version. Man warte grundsätzlich nicht so lange auf Passagiere,
auch nicht auf Lohan.
2.27 Uhr Deal geplatzt! Lohan verlässt den Airport
3 Uhr Krisensitzung. Hektische Telefonate in Lugners Villa
in Döbling. Er fordert die Rückerstattung der 200.000 Euro für den
Lohan-Deal.
5.12 Uhr SMS an ÖSTERREICH. Lugner schreibt uns: „Sie kommt
nicht!“
12.28 Uhr Notlösung. Lugner verkündet die Notlösung: Dieter
Bohlen.
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