10. Februar 2010 09:33
Es ist die Story, über die das ganze Land spricht: Richard Lugners Freundin
Anastasia Sokol, liebevoll "Katzi" genannt, soll als Callgirl
im Wiener Etablissement Exzess! gearbeitet haben – ÖSTERREICH
berichtete .
Auf der Homepage des Gentlemen-Clubs (www.exzess.at) waren am Montag Fotos
der 20-jährigen Blondine in knappem, pinkem Top, weißen Hotpants und in
eindeutiger Pose aufgetaucht.
Dienstag überschlugen sich dann die Ereignisse:
- In der
ÖSTERREICH-Redaktion meldeten sich von der Früh an immer mehr „Zeugen“,
Kunden des „Gentlemen Clubs“ in der Heiligenstädter Straße 6 in
Wien-Alsergrund. Alle sagen: „Ja“, Katzi habe hier gearbeitet.
- Dann gegen Mittag redet ÖSTERREICH mit einem bekannten Wiener
Nachtclubkönig. Er sagt: „Ich kann bestätigen, dass Frau Sokol in diesem
Nachtclub als Callgirl gearbeitet hat. Sie ist mir aufgefallen, als sie
erstmals an der Seite von Richard Lugner in der Öffentlichkeit aufgetreten
ist. Und eine Ex-Kollegin sagt dasselbe: „Ich habe mit ihr im Exzess!
gearbeitet!“
- Wenig später mailt „Katzis“ Anwältin Heidi Bernhart einen offenen Brief
ihrer Mandantin an ÖSTERREICH. Darin verteidigt sich die Lugner-Liebe, sieht
sich als Opfer einer Schmutzkübelkampagne“.
- Und: Lugner beauftragte Anwältin Bernhart, gegen den Nachtclub wegen der
unrechtmäßigen Verwendung der „Katzi“-Fotos gerichtlich vorzugehen.
- Fast parallel dazu langen – anonym – neue, erotische „Katzi“-Fotos in der
ÖSTERREICH-Redaktion ein, aufgenommen offenbar bei
einem Harley-Treffen.
„Katzi“ trägt das T-Shirt des Clubs, in dem sie angeblich
nur drei Mal war.
- Jetzt aber wird es endgültig grotesk. Denn: Am Abend erreicht ÖSTERREICH
den Geschäftsführer des „Gentlemen Club“, Erhard Lechner. Er will nicht
dementieren, dass „Katzi“ in seinem Lokal mehr als nur „schnurrte“. Aber: Er
gibt Freitag – also am Tag nach dem Opernball – eine Pressekonferenz („ich
rechne mit Dutzenden Journalisten“), will dabei komplett auspacken und auch
den Mann nennen, der die „Katzi-Affäre“ auffliegen ließ.
Der Gag dabei aber: Lechner hat Lugner eingeladen, mit ihm gemeinsam die
Pressekonferenz auszurichten, hat sogar schon Kontakt mit dem Baumeister
aufgenommen.
Auf der nächsten Seite geht es weiter: Interview mit Richard Lugner
Lugner zur Club-Affäre seines 'Katzis'
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ÖSTERREICH: Es gibt Personen, die Katzi im „Exzess“ arbeiten
gesehen haben wollen. Richard Lugner: Na bitte schön.
Zeigen Sie mir diese Leute. Die sollen mir das ins Gesicht sagen. Die
Anastasia ist unschuldig!
ÖSTERREICH: Aber die Fotos existieren nun einmal... Lugner:
Ja, aber sie war nur dreimal dort. Und bei einem Besuch sind die
Fotos entstanden.
ÖSTERREICH: Sie war im „Exzess“ und da soll nichts passiert sein? Lugner:
Nein, dort sind nur die Fotos entstanden und sie hat 100 Euro
dafür bekommen. Sie hat dort auch gratis feiern können. Allerdings
haben diejenigen, die sie eingeladen haben, einen anderen
Hintergedanken gehabt: Sie wollten sexhungrige Männer auf blutjunge
Mädchen loslassen. Nur hat die Anastasia diese Bar dann um 5 Uhr
verlassen und ist nach Hause gefahren. Was dort passiert, ist
Zuhälterei der schlimmsten Art! Meine Anwältin Frau Dr. Heidi Bernhart
wird deshalb auch gegen dieses Etablissement vorgehen.
ÖSTERREICH: Andere Baustelle: Lindsay Lohan. Lugner: Die
wird jetzt mit einem anderen Jet am Donnerstag kommen, weil sie noch
zum Bewährungsrichter muss. Aber der Pilot hat ein Handy, wo wir
ständig abrufen können, wo sie sich gerade während ihres Wien-Anflugs
befindet.
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Auf der nächsten Seite geht es weiter: Stellungnahme von 'Katzi'
'Katzis' Brief an ÖSTERREICH
'Katzi' verteidigt sich - und gesteht Liebes-Affäre mit "Freund"
Zwei Briefe
„Alles unwahr“. „Nie im Sex-Club gearbeitet“. In
einem offenen Brief an ÖSTERREICH wehrt sich Anastasia Sokol jetzt gegen die
Callgirl-Vorwürfe. Sie sei durch eine Liebes-Affäre in die Sache
reingerutscht, durch einen Mann, dessen Telefonnummer sie aber nicht mehr
habe, weil ihr Handy bei einem Thailand-Urlaub mit Lugner ins Wasser
gefallen sei. Aber nochmals: „Ich habe nie als Callgirl gearbeitet.“
Und sie führt in dem Schreiben einen weiteren Brief auf, der auf die Spur
des Mannes führen könnte, der die Affäre nun auffliegen ließ: „Michi“. Ihm
schrieb „Katzi“ am 15. September 2009 eine feurige Liebes-Mail: „Wir trafen
uns – ein unbeschreibliches Gefühl“.
Jener „Michi“ – er dürfte der Mann sein, der „Katzi“ in die Rotlicht-Szene
einführte. Denn in dem Liebesbrief deutet die Lugner-Freundin mehrfach an,
dass ihr Angebeteter einem zwielichtigen Beruf nachging („Ich weiß
inzwischen, was Du machst, selbst das schreckt mich nicht ab ...“). Fiel
„Katzi“ auf einen Zuhälter rein? Wie tief zog sie ihr „Michi“ ins Milieu?
Freitag will der Chef des „Gentlemen Club“ auspacken. Wird „Michi“ dann
endgültig enttarnt?