12. Februar 2010 08:33
2010 hieß es am 54.
Wiener Opernball nach gedämpfter wirtschaftlicher Stimmung im
vergangenen Jahr wieder sehen und gesehen werden. Trotz allem Glamour
tummelten sich mehr Sternchen als Stars auf dem roten Teppich vor dem
prächtigen Haus am Ring. Zwischenfälle gab es zunächst weder vor noch in der
Oper.
Im Gegensatz zu Pechvogel
Richard Lugner, dessen geplanter Stargast Lindsay Lohan kurz
vor dem Ball absagte, schaffte es der englische "Busenstar" Katie
Price, Gast des Unternehmerpaares Irene
und Alexander Mayer, rechtzeitig zur weltberühmten Tanzveranstaltung.
Ihre Ankunft ist erwartungsgemäß sehr turbulent verlaufen. Sobald Price
ihren Wagen verlassen hatte, waren für die Fotografen und Kamerateams
sämtliche Absperrungen ohne Bedeutung. Die Engländerin in hellblauer Robe
nahm das Chaos nach anfänglicher Irritation mit Fassung.
Katie Price und Prinz Marcus von Anhalt am Wiener Opernball. Bild:
(c) Schöndorfer
"Was passiert hier?", fragte Price im ersten Moment verdutzt als
eine Traube von Fotografen ihr und ihren Begleiter den Weg abgeschnitten
hatten. Die privaten Securities der Engländerin sorgten allerdings dafür,
dass sie für Opernballverhältnisse relativ unbeschadet in das Sangeshaus
gelangen konnte. Zwischendurch hatte Price sogar Zeit für Interviews.
"Ich bin eine Lady und ziehe mich auch wie eine Lady an", sagte
die Engländerin vor Journalisten. Ihr "Luder-Image" solle man
nicht allzu ernst nehmen. "Glauben sie nicht alles, was sie lesen".
Gleichzeitig kündigte sie an, mit ihrem Ehemann nächste Woche wieder nach
Wien kommen zu wollen. Partyprinz Marcus von Anhalt schien hingegen ganz in
seinem Element: "Ich liebe das hier", meinte er vergnügt.
Für Trubel am Red
Carpet sorgte auch der Auftritt von Moderator Thomas Gottschalk.
Polizei und seine eigenen Securities hatten einiges zu tun, ihn unbeschadet
bis zum Eingang zu befördern. Gottschalk nahm's gelassen und Schritt mit
einem Lächeln durch die Menge und sorgte sich vor allem um die übrigen
Besucher: "Achtung! Passt doch auf die Dame auf", raunte er den
Fotografen zu.
Die Lugner-Loge am Opernball mit Stargast Dieter Bohlen. Bild: (c)
EPA
Zu den Gästen zählen in diesem Jahr Mario-Max Prinz zu
Schaumburg-Lippe und seine Begleiterin "Bambi" Nina Bruckner,
Ex-Gespielin von Richard Lugner. Es sei ihr erster Opernball, strahlte sie
in einem rosa Rüschenkleid. Mario-Max Prinz zu Schaumburg-Lippe kann vor
allem die Eröffnung nicht erwarten. "Dieses Jahr wird es der
schönste Opernball, weil meine Cousine unter den Debütanten ist",
so der regelmäßige Opernballgeher.
Dieter Chmelar, FPÖ-Parteiobmann Heinz-Christian Strache
mit seiner Sissy, Landespolizeikommandant Karl Mahrer mit
seiner Ehefrau, Herbert Prohaska, Birgit Sarata, Harald
Serafin, die Komödiantin Cindy aus Marzahn in einem "rosa
Barbiekleid" und Sänger Manuel Ortega waren ebenfalls unter
den Gästen.
Von der Politikerriege erschien rechtzeitig zur Eröffnung Bundeskanzler Werner
Faymann (S), Vizekanzler Josef Pröll (V) und sein Onkel Erwin
Pröll (V), Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V),
Außenminister Spindelegger (V), sowie Justizministerin Bandion-Ortner
(V) und die Wiener VP-Chefin Christine Marek.
Das Opernhaus war diesmal in grelles Pink mit rosa- bis lachsfarbenen Rosen
gehüllt. Auch die Aufgänge zierten gleichfarbige Sträuße, die Treppen waren
zudem mit rotem Stoff gesäumt und der Eingangsbereich mit zart-lilafarbenen
Fliederbüschen umrahmt.
Für die Wiener Polizei gestaltete sich der Ballabend zunächst ausgesprochen
ruhig, was die Beamten auch auf das nasskalte Winter-Wetter zurückführten.
Von Demonstrationen gegen die Veranstaltung war weit und breit keine Spur.