11. Februar 2010 08:43
Der Auftritt von Lindsay Lohan am Wiener Opernball ist endgültig geplatzt.
Das US-Starlet hat laut Baumeister Richard Lugner 100.000 Euro für einen
Privatjet kassiert, dann einen Linienflug von Los Angeles nach London
gebucht und diesen schließlich über zwei Stunden warten lassen. "Bei
mir hat British Airways angerufen und wollte meine Kreditkartennummer, damit
ich 16.000 Euro Strafe für die Standgebühr zahle. Aber ich habe keinen
unbegrenzten Kredit", meinte der Baumeister in den frühen Morgenstunden
des Donnerstags. "Mörtel" wollte nun noch schnell einen
Ersatzgast organisieren.
Lohan ist nach Angaben des Baumeisters nach ihrem Termin bei Gericht, wo sie
sich aufgrund eines Verstoßes gegen die Bewährungsauflagen melden musste,
nicht zum Flieger gefahren. "Sie wollte lieber shoppen gehen",
sagte der Baumeister. Zum Flugzeug der British Airways von Los Angeles nach
London kam sie mit über zwei Stunden Verspätung.
"Das geht sich nicht mehr aus"
Als die 23-jährige Amerikanerin doch noch an Board ging, wollte die
Fluggesellschaft aufgrund der Verspätung umgerechnet 16.000 Euro von Lohan
und ihrem Anhang. "Sie wollte zwar zahlen, aber ihr Kreditkartenrahmen
war nicht hoch genug", meinte Lugner. Auch der Baumeister konnte keine
Karte mit dem nötigen Rahmen auftreiben. "Dann ist sie wieder
ausgestiegen". Daher wurde nichts aus Lugners heuriger "Ballspende"
für die Staatsoper. "Das geht sich ja gar nicht mehr aus, und nach
dem Ball brauchen wir sie auch nicht mehr."
Der Flug von den USA nach Wien war aber generell zwielichtig. Zuerst hatte
Lugner einen Jet für 50.000 Euro organisiert. "Dann wollte sie
plötzlich einen für 100.000 Euro", schilderte der Baumeister
die Entwicklung der Dinge. Dabei sei von einem 12-sitzigen Flieger die Rede
gewesen. Gebucht hat das Management von Lohan schließlich einen Linienflug.
Erst in London wäre sie in ein Privatflugzeug umgestiegen.
Wer kommt statt Lohan?
"Die 100.000 Euro muss sie mir zurückgeben", murrte Lugner.
Wenige Stunden vor dem Ball ist der 77-Jährige nun verzweifelt auf der Suche
nach einem Ersatzgast. Die Agentur, die auch den Besuch von Lohan
eingefädelt hat, würde bereits "wild telefonieren". Dem
Baumeister zufolge soll bereits jemand gefunden worden sein. "Glaube
ich zumindest", sagte Lugner. Knapp zuvor - gegen 05.00 Uhr - hatte er
nach weniger optimistisch geklungen: "Wen find ich da noch?"
Bereits zuvor war eine Absage Lohans im Raum gestanden. Es hatte geheißen,
dass sie möglicherweise wegen der Verletzung der Bewährungsauflagen die USA
vorerst nicht verlassen darf. Dieses Problem hätte sich aber erübrigt.
Lugners "Ballspende" hatte in der jüngeren Vergangenheit vor allem
mit Alkohol- und Drogenexzessen oder Trunkenheit am Steuer für Schlagzeilen
gesorgt.