Erst sitzt er im Rollstuhl. Dann galoppiert er durch Feld und Flur –
auf vier Beinen: Ex-Bond Pierce Brosnan hat die ungewöhnlichste Rolle seines
Lebens hinter sich. In Percy Jackson – Diebe im Olymp (ab Freitag im Kino)
spielt er einen gelähmten Mann, der zum Fabelwesen mutiert. Halb Mensch,
halb Pferd. Brosnan ist Chiron, der Kentaur, ein Halbbruder von Göttervater
Zeus. Die antiken Götter kommen zu Besuch in die Welt von heute. Das
ist der Plot der Percy Jackson-Jugendbuchbestseller. Regie-Star Chris
Columbus (Kevin – Allein zu Haus, Harry Potter I & II) bringt die
Storys nun auf die Leinwand.
(c)20th
Century Fox
Fortsetzung könnte
schon bald folgen
In Diebe im Olymp erfährt Titelheld Percy Jackson (Logan Lerman), dass der
Meeresgott Poseidon sein wahrer Vater und er somit ein Halbgott ist. Dann
beginnt eine Kinojagd voll Spannung, Witz und tollen Effekten: Ein zürnender
Zeus verdächtigt den Teenager, ihm seinen Blitz gestohlen zu haben. Auf der
Suche nach dem wahren Dieb begegnet Percy unter anderem Medusa mit den
Schlangenhaaren; hinreißend gefährlich gespielt von Uma Thurman.
Lob Pierce Brosnans Chiron steht Percy als Ratgeber zur Seite. „Mein
Sohn erklärte, dies sei der beste Film, den ich je gedreht habe“, sagt der
Ex-Bond. „Also bin ich ein glücklicher Mann.“ Beim
Dreh war ihm freilich nicht immer wohl zumute: „In den Kentauren-Szenen
musste ich auf dem Set blaue Strumpfhosen tragen. Es braucht Mut, um in dem
Outfit vor ein junges Ensemble zu treten“ Brosnans Fazit lautet
dennoch: „Ich bin stolz, bei diesem Projekt dabei zu sein.“ Vielleicht geht
es schon bald weiter. Regisseur Columbus: „Sollten wir mit Diebe im
Olymp Erfolg haben, so würde ich wahnsinnig gern bald eine Fortsetzung
drehen.“