12. Februar 2010 08:52
Sowohl Katie Price als auch Dieter Bohlen entpuppten sich als
pflegeleichte Gäste, die den üblichen Presserummel mit professioneller
Gelassenheit über sich ergehen ließen. "Das ist nun einmal so
bei großen Ereignissen", erklärte Bohlen. Price war vom Ball "überwältigt"
und plant bereits eine Wiederholung in den kommenden Jahren.
Bild: (c) APA
Sein spontanes Einspringen für die verhinderte Lindsay Lohan
hatte für Bohlen keinen besonderen Hintergrund. "Ich kann ja wohl
mit meinem Leben machen, was ich will", betonte der Musikproduzent. Das
US-Starlet kenne er selbst lediglich von Skandalgeschichten aus den Medien. "Außerdem
habe ich Österreich schon zweimal den Arsch beim Songcontest mit einer
Komposition gerettet. Jetzt kann ich das beim Opernball auch", meinte
der Sprücheklopfer.
Lugner war sowieso begeistert von seinem neuen Gast. "Er ist
viel besser als die 'Logrin' - und größer ist er auch noch",
meinte der Baumeister nach 36 Stunden ohne Schlaf aufgrund der "Anreiseprobleme"
von Lohan. Auch Ex-Frau "Mausi", die gemeinsam mit der
aktuellen Freundin "Katzi" in der Loge Platz genommen
hatte, war begeistert: "So lustig war es noch nie". Bohlen hat es
dann auch länger an der Seite des Baumeisters ausgehalten, als die meisten
vor ihm. Erst um 1.30 Uhr trat er gemeinsam mit Freundin Carina Walz
den Heimweg an. "Da hatte ich ein Gespür, ich hatte noch zwei Frauen an
der Angel, aber habe mich für Bohlen entschieden", freute sich
Lugner.
Bild: (c) APA
Doch Richard Lugner wäre nicht Richard Lugner, wenn es nicht doch noch zu
Problemen am Ball gekommen wäre. Ein in den Teesalon verlegtes TV-Interview
scheiterte daran, dass dem Baumeister die nötige schriftliche Einladung
fehlte, um diesen auch betreten zu dürfen. "Das ist ja wohl eine
Frechheit. Zuerst lädt man mich ein und dann lässt man mich nicht hinein",
echauffierte sich Lugner bevor er mit seinem Gast wieder abzog. Als kurz
darauf die Organisatoren seine Securities aus der Oper werfen wollten, weil
sie keinen Frack, sondern Smoking trugen, war der Ofen aus. "Bitte, was
soll denn das", flehte der Baumeister. Seine Sicherheitskräfte durfte
er immerhin behalten.
Sehr entspannt ging es auch in der Loge von Katie Price zu. Wohl nicht
zuletzt aufgrund der Fleischberge, die den Security-Dienst übernommen
hatten. "Ich bin total begeistert, besonders von der Eröffnung",
sagte Price, die verhältnismäßig züchtig in einer trägerlosen
Meerjungfrauen-Robe in Türkis erschienen war. "Ich bin eine Lady
und kleide mich wie eine Lady", meinte sie angesprochen auf ihren
Luder-Ruf.
Bild: (c) Schöndorfer
Das Unternehmerpaar Irene und Alexander Mayer, die Price
gemeinsam mit Party-Prinz Marcus von Anhalt eingeladen hatten, war
der Rummel dennoch genug. "Das machen wir sicher nie mehr wieder. Der
Trubel ist einfach zu groß", meinte Alexander Mayer. Aufgrund des
großen Medienandranges sei man nicht einmal zum Tanzen gekommen. "Wir
gehen gerne noch einmal auf den Opernball, aber ohne Gast."
Thomas Gottschalk stand angesichts des Journalistenaufruhrs um sein
Erscheinen nicht nur körperlich über den Dingen. Beim Aussteigen aus dem
Wagen überrannten Fotografen den TV-Moderator beinahe, er nahm's gelassen
und schritt geschützt von Securities unbeeindruckt Richtung Loge. Auch am
Ball ließ er sich von aufdringlichen Kamerateams nicht aus der Ruhe bringen.
Opernball im Roben-Check
Bild: (c) Fally