26. Jänner 2010 09:27
Der bereits seit April des Vorjahres ausverkaufte 89. Jägerball des "Grünen
Kreuzes" gehört seit Jahren zu den Ballnächten mit dem größten
Promifaktor. Ausgerechnet heuer blieben aber die Promis der Wiener Hofburg
fern.
Dafür kam einer, auf den man immer zählen kann, wenn es das nötige
Rampenlicht gibt: Baumeister Richard Lugner. "Ich bin Schürzenjäger und
Anastasia ist das letzte Wild, das ich erlegen durfte. Da hab ich die
Fangeisen ausgelegt", scherzte der Society-Löwe im Gespräch mit der
APA. Die junge Frau an Lugners Seite zeigte sich ebenfalls bestens gelaunt. "Meine
Eltern sind große Jagd-Fans. Ich war selber öfter mit, aber mich haben mehr
die After-Jagdpartys interessiert", meinte sie.
Von den heimischen Politikern zeigten sich u.a. Justizministerin
Bandion-Ortner, Wirtschafts-Staatssekretärin Marek oder FPK-Chef Scheuch.
Treffsicher gaben sich auch Vizekanzler Josef Pröll und
Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich. Beide haben erst vor kurzem ihr
letztes Wild erlegt. "Bei mir war es ein Wildschwein am 4. Jänner",
sagte Pröll. Auf Berlakovichs Abschussliste stand zu Silvester ein Reh, das
er im Burgenland schoss. Er tausche generell gerne den Hochstand gegen den
Ballsaal: "Tänze bei der Hitze sind ärger als jagen bei minus zehn Grad",
meinte er gegenüber der APA.
Wenig mit der Jagd am Hut hat Tirols Landeshauptmann Günther Platter, der
mit seinem Bundesland die Patronanz des Jägerballs über hatte. "Ich
bin überhaupt kein Jäger, schätze diese aber sehr." Umso
besser gefiel ihm die Eröffnung der Schützenkompanie Jerzens: "Es
ist etwas ganz besonders, wenn die Tiroler in die Hofburg mit dem Militär
und den Schützen einziehen und dann geschossen wird", sagte
Platter. "Aber wir sind in freundschaftlicher Absicht hier."
Unter der Politprominenz fand sich auch der "jugendliche Aufputz"
des Vizekanzlers: Die 26-jährige "Superpraktikantin" Reez
Wollner, die gleich am ersten "Arbeitstag" eine Nachtschicht
einlegen musste, dem Vizekanzler aber unmittelbar nach der Eröffnung ins
Getümmel entwischte.