08. Februar 2010 11:59
Sie fragen – Unsere Experten antworten!
Warum sind die
meisten Diäten zum Scheitern verurteilt? Wie wichtig ist Bewegung beim
Abnehmen und nimmt man wirklich zu, wenn man abends die Hauptmahlzeit isst?
Profis antworten
Diese und ähnliche Fragen erreichten im Zuge
der Schlank-Serie die MADONNA-Redaktion. Wir baten daher die renommierten
Ernährungswissenschafterinnen und MADONNA-Schlank-Expertinnen Ursula und
Julia Pabst (www.ernaehrungsinstitut-pabst.at),
die am häufigsten gestellten Leser-Fragen zu beantworten.
1. Warum ist Abnehmen so schwer: Woran scheitern die meisten Diäten?
Ursula
und Julia Pabst: Abnehmen ist oft schwierig, da Essen für viele Menschen
nicht nur Nahrungsaufnahme bedeutet, sondern auch Genuss, Trostpflaster oder
Belohnung ist. Außerdem wird das Abnehmen immer schwieriger, je mehr
Crash-Diäten man hinter sich hat. Und: Abnehmen allein ist meist gar nicht
das Problem. Viel schwerer ist es, das Gewicht nach der Diät auch zu halten.
Das heißt: Die meisten Diäten scheitern an der Langfristigkeit. Gesunde
Rezepte, mit denen Sie genussvoll abnehmen und Ihr Gewicht dauerhaft halten
können, präsentieren wir in unserem Ratgeber: Die große Genuss-Diät . Dort
gibt es keine Verbote – sogar Süßes ist erlaubt.
Für immer schlank: Die Ernährungswissenschafterinnen Ursula und
Julia Pabst verfassten den Ratgeber: Die große Genuss-Diät. Mit vielen
Rezepten und einem Wochenplan! Mit Gutschein um nur 7,90 Euro in Ihrer
Trafik!
2. Warum schadet ein üppiges Abendessen der Figur?
Ursula und
Julia Pabst: Abends die Hauptmahlzeit einzunehmen ist nicht alleine
dafür ausschlaggebend, ob man dick oder dünn ist. In Mittelmeer-Regionen
wird seit jeher abends reichlich gegessen und getrunken – und die Bewohner
sind nicht dicker als im übrigen Europa. Es kommt also vielmehr auf die
Gesamt-Energiezufuhr während des ganzen Tages an: Wer morgens nur Kaffee
trinkt und zwischendurch einen Schokoriegel verspeist, wird spätestens am
Abend maßlos schlemmen und dabei das Kalorienkonto überstrapazieren. Das
geht auf Dauer nicht gut. Daher ist es wichtig, zumindest ein Frühstück und
ein leichtes Mittagessen einzunehmen. Wer dann abends eine ausgewogene
Hauptmahlzeit isst (sie sollte zur Hälfte aus Gemüse bestehen, aus etwas
magerem Eiweiß, wie etwa Huhn, und einer Handvoll Kohlenhydrate, wie etwa
Naturreis), wird nicht zunehmen.
3. Warum soll man viel Wasser trinken, wenn man abnehmen will?
Ursula
und Julia Pabst: Unser Körper besteht zu 60 bis 70 Prozent aus Wasser.
Die Zellen sind gesund, wenn sie gut mit Wasser gefüllt sind. Ist zu wenig
Wasser im Körper, werden die Körpersäfte immer dickflüssiger. Das Blut
fließt nicht mehr so gut und die Verdauung gerät ins Stocken. Gerade beim
Abnehmen ist aber eine geregelte Verdauung wichtig.
Daher: Viele ungesüßte Getränke trinken (mindestens 1,5 Liter am Tag)! Zudem
wird beim Abnehmen Fettgewebe abgebaut und Stoffe, die hier gespeichert
waren, müssen ausgeschieden werden. Was aber oft verwechselt wird, ist
Flüssigkeitsaufnahme und Trinken: Denn auch über die Nahrung nehmen wir
Wasser auf. Wer also ein gutes Ernährungskonzept hat und reichlich Gemüse
und Obst isst, verbessert damit auch seine Flüssigkeitszufuhr.
4. Wie viele Mahlzeiten pro Tag soll ich nun wirklich zu mir nehmen?
Ursula
und Julia Pabst: Ein Pauschalrezept, das für jeden gut ist, gibt es hier
nicht. Jeder Mensch hat einen anderen Rhythmus. Unserer Erfahrung nach fühlt
man sich aber wohler, wenn man anstatt zwei großer lieber vier bis sechs
kleinere Mahlzeiten zu sich nimmt. Im Schnitt ist es ratsam, alle drei bis
vier Stunden etwas zu essen. Insofern sollte man eine Mahlzeit so
portionieren, dass man danach nicht einen halben Tag lang satt ist. Und
bedenken Sie, dass auch ein Caffé Latte als kleine Mahlzeit (etwa 220
Kalorien) zählt.
5. Was sind denn die größten Schlank-Fallen?
Ursula und
Julia Pabst: Die größte Schlank-Falle sind Verbote. Schon jedes Kind
weiß: Verbotenes ist besonders reizvoll. Wer sich also strikt verbietet,
Chips oder Schokolade zu essen, steigert nur sein Verlangen danach. Darum
sollte es zwar Richtlinien geben, aber es sollte innerhalb dieses Rahmens
auch Platz für Freiräume sein: Etwa um einmal essen zu gehen oder Feste zu
feiern. Wer es schafft, sich unter der Woche ausgewogen zu ernähren, dem
schadet auch ein Stück Kuchen am Wochenende nicht. Weitere Schlank-Fallen
sind die Nasch-Lade im Schreibtisch und der Knabber-Vorrat zu Hause. Weg
damit! Eine Schlank-Falle ist es aber auch, einen leeren Kühlschrank zu
haben. Denn: Ist nichts Sinnvolles da, wird nur allzu schnell der Versuchung
nachgegeben, den Pizza-Boten zu rufen. Ebenfalls schlecht: Essen unter
Zeitdruck und Mahlzeiten ausfallen lassen, nächtliche Kühlschrank-Attacken
(ein sinnvolles Abendes sen kann dies verhindern!) sowie
All-you-can-eat-Buffets: Hier besteht akute Überessens-Gefahr!
6 Warum ist Sport beim Abnehmen so wichtig?
Ursula und Julia Pabst: Ein
aktives Leben ist das Geheimnis schlanker Menschen. Dazu zählt jede Form der
Alltagsbewegung – vom Stiegensteigen bis zum City-Bummel. Sport dient aber
nicht nur dem Verbrennen von Kalorien – er schafft ein besseres
Körperbewusstsein. Allerdings muss man vorher abwägen, welche Bewegungsart
für jeden Einzelnen sinnvoll ist.
7 Trockenfrüchte sind süß: Schaden sie der Figur?
Ursula
und Julia Pabst: Nicht mehr als Obst: Eine getrocknete Marille enthält
genauso viel Zucker wie eine frische. Dazu aber eben auch Nährstoffe, die
andere Süßigkeiten nicht enthalten. Von Trockenfrüchten sollten daher auch
nicht mehr Stück gegessen werden als von frischen: Ein bis zwei Portionen
Obst am Tag sind okay; davon kann eine in Form von Trockenobst genossen
werden. Zum Beispiel mit Nüssen oder in einem Joghurt.
Auf der nächsten Seite: Das Food-Duell. Was ist besser? Fisch oder
Fleisch? Vier Speisen im Schlank-Vergleich!
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Fleisch oder Fisch? Was ist gesünder? Mageres Fleisch ist
ein ebenso guter Eiweißlieferant wie Fisch. Ein hoher Verzehr von
rotem Fleisch erhöht aber das Darmkrebsrisiko (im Gegensatz zu hellem
Fleisch wie Huhn oder Pute). Das Duell gewinnt der Fisch: Er liefert
schlanke Omega-3-Fettsäuren (schützen das Herz) und das
Mangel-Spurenelement Jod.
Käse oder Wurst? Für Käse spricht vor allem der hohe
Kalzium-Gehalt (wichtig für Knochen und Zähne). Hinzu kommen
sättigendes Eiweiß, fettlösliche Vitamine, Zink, Folsäure und Selen.
Da kann keine Wurst mithalten. Käse und Wurst enthalten aber beide
viel tierisches Fett. Fazit: Käse ist der Favorit. Bevorzugen Sie aber
magere Sorten, um Kalorien zu sparen!
Kartoffeln oder Nudeln? Im Nährstoffvergleich bleibt der
Erdapfel die ungeschlagene Beilage: Kartoffeln enthalten mehr
sättigende Ballaststoffe, Vitamin C, Folsäure und Kalium (wirkt
entwässernd). Beim Magnesium- und Eisengehalt halten höchstens
Vollkornnudeln mit.
Obst oder Gemüse? Klar: Beides ist unerlässlich für
unsere Gesundheit. Und beides ist reich an Vitaminen, Mineralien,
Antioxidantien und Ballaststoffen. Obst hat aber gegenüber Gemüse
einen Nachteil: Es enthält viel mehr Zucker und damit mehr Kalorien.
Daher die Empfehlung: Drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst
pro Tag!
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Auf der nächsten Seite: Drei Schlank-Rezepte von Ursula und Julia Pabst
Malz-Caffé-Latte
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Zutaten: Pro Person: 1 TL Malzkaffee, 100 ml heißes Wasser,
125 ml Halbfettmilch oder Sojamilch, 1 TL Ahornsirup oder
Blütenhonig.
Zubereitung: 1. Malzkaffee in ein Häferl geben und bis zur
Hälfte mit heißem Wasser auffüllen. 2. Milch erwärmen und mit
Milchschäumer aufschäumen. 3. Gießen Sie die aufgeschäumte Milch auf
den Getreidekaffee. Garnieren Sie den Milchschaum mit 1 TL Ahornsirup
oder Blütenhonig.
Schlank-Tipp: Für Kaffee-Junkies ist Malzkaffee genau richtig,
um trotz Koffeinverzichts dennoch nicht auf Kaffee-Pausen verzichten
zu müssen. Der Figur zuliebe statt Vollmilch Mager- oder Sojamilch
verwenden! Statt Malzkaffee können Sie auch Dinkelkaffee,
Getreidekaffee, Country Cafe oder Landkaffee verwenden - Sie sehen,
die Vielfalt ist riesig.
Nährwerte pro Portion: Energie: 89 Kalorien,
Kohlenhydrate: 12,5 g, Eiweiß: 4,5 g, Fett 2,1 g
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Topfenpalatschinken mit Mandeln & Beeren
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Zutaten: Für 5 Stück: 250 ml Milch, 2 Eier, 100 g
Vollkornmehl, 30 g Mandeln (gerieben), 1 Prise Salz, Butter zum
Braten. Zum Füllen: 250 g Topfen, etwas Milch, 1 Banane, 150 g
Himbeeren, 1 EL Blütenhonig. Zum Servieren: 2 TL Blütenhonig.
Zubereitung: 1. Aus Milch, Ei, Salz, Mandeln und Mehl einen
Teig rühren. 20 Minuten rasten lassen. 2. Banane mit Milch und Honig
mit Stabmixer pürieren, dann den Topfen unterheben. 3. In einer Pfanne
etwas Butter schmelzen und 5 Palatschinken herausbacken. 4.
Palatschinken mit der Topfencreme füllen, mit Himbeeren belegen und
zusammenrollen. Wer mag, kann die Palatschinken mit etwas Blütenhonig
garnieren.
Schlank-Tipp: Eine süße Palatschinke ist eine fruchtige
Nachspeise nach einem leichten Essen. Als Hauptmahlzeit sind sie nur
dann zu empfehlen, wenn zuvor für eine ausreichende Gemüseration
gesorgt wird (Salat oder Gemüsesuppe). Sie können davor auch eine
pikante Palatschinke (etwa mit einem Avocado-Ei-Aufstrich) genießen
oder mit Tomate und Mozzarella gefüllt.
Nährwerte pro Stück: Energie: 290 Kalorien,
Kohlenhydrate: 28,3 g, Eiweiß: 16,4 g, Fett: 11,8 g
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Frühstückssmoothie mit Erdbeeren
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Zutaten: Für 2 Portionen: 300 ml Naturjoghurt, 2 Orangen, 250
g Erdbeeren, 2 EL feine Haferflocken, 5 EL warmes Wasser, 1 EL
Ahornsirup oder Blütenhonig.
Zubereitung: 1. Haferflocken mit warmem Wasser vermischen und
10 Minuten quellen lassen. 2. Orangen auspressen. 3. Die
eingeweichten Haferflocken zusammen mit dem Joghurt, dem Orangensaft
und den Erdbeerstücken cremig pürieren. 4. Mit Ahornsirup oder
Blütenhonig nach Geschmack süßen. Smoothie mit Strohhalm anrichten
oder in eine Trinkflasche als Frühstück für unterwegs füllen.
Schlank-Tipp: Selbst gemachte Smoothies sind Vitaminbomben und
damit ein gutes Frühstück. Im Winter können Sie auch auf
Tiefkühlbeeren zurückgreifen. Oder Sie verwenden statt der Beeren eine
Banane. Smoothies sind allerdings kein Getränk, denn sie liefern
auch reichlich Fruchtzucker. Gekaufte Smoothies sind meist ziemlich
süß. Als Snack ist aber ein kleiner Schuss davon, gemischt mit
Buttermilch oder Joghurt, okay.
Nährwerte pro Portion: Energie: 229 Kalorien,
Kohlenhydrate: 35,4 g, Eiweiß: 10,0 g, Fett: 3,9 g
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