14. Juni 2010 12:53
Sie denken Sie kennen sich mit Ernährung aus und machen alles richtig?
Bestimmt sind aber auch sie auf die ein oder andere Ernährungs-Falle
hineingefallen. Wir haben fünf Mythen unter die Lupe genommen und
aufgedeckt!
Mythos 1
Tierische Fette sind schlecht fürs Herz
Schweinebraten,
Cremetorten und fetter Käser sind schlecht fürs Herz, weil sie das 'böse'
LDL-Cholesterin erhöhen, hieß es lange von Seiten der Ärzten. Doch so
einfach ist die Sache nicht, denn etwa die Hälfte aller Herzinfarktpatienten
haben vollkommen normale Cholesterinwerte, sagen jetzt
Ernährungswissenschaftler.
Laborstudien zeigen, dass besonders die
kleinen dichten LDL-Partikel gefährlich sind, weil sie die Arterien
angreifen können, wenn diese durch Entzündungen Vorschädigungen erlitten
haben. Die LDL-Partikel werden aber nicht kleiner und dichter, weil wir mehr
Fett essen, sondern mehr Kohlenhydrate (Süßigkeiten jeder Art, Brot, Kuchen,
etc.) Einfach nur Fett sparen, ohne auch bei Kohlenhydraten zu bremsen, ist
daher keine gute Idee, denn das hat ungesunde Folgen: weniger "gutes"
HDL-Cholesterin, mehr Fett im Blut - das zeigt eine frühere Untersuchung.
Die neue Fett-Taktik
Milch, Butter, Fleisch und Käse sind
hochwertige Lebensmittel, die wichtige Mineralstoffe liefern. Wer sich also
gesund ernähren will, sollte sie weiterhin essen. Dabei ist lediglich auf
die tägliche Kalorienbilanz zu achten (wird sie überschritten, nimmt man
zu). Ernährungswissenschaftler raten deshalb zum Fett-Mix: Mischen Sie
gesättigte Fette mit mehrfach ungesättigten. D.h. zum Steak beispielsweise
einen Salat mit Olivenöl-Dressing essen.
Lesen Sie auf den nächsten Seiten weiter:
- Mythos 2:
Fettarme Ernährung macht schlank
- Mythos 3: Margarine ist gesünder
als Butter
- Mythos 4: Je mehr Omega-3-Fettsäuren, desto besser
-
Mythos 5: Her mit Olivenöl!
Mythos 2
Fettarme Ernährung macht schlank
Oft davon
gehört, lange danach gelbt und trotzdem ist es ein Irrtum. Denn ein
Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Fettverzehr lässt sich nicht
nachweisen. Die Wahrheit ist viel einfach: Entscheidend für unser Gewicht
ist weniger, ob wir viel oder wenig Fett essen, sondern unser
Kalorientageswert. Nicht zuu vergessen ist in diesem Zusammenhang die
Bewegung.
Oft ist bei Menschen, die bei den Fetten sparn, zu beobachten, dass diese
oft mehr Kohlehydrate essen. Doch die Strategie 'Nudeln statt fettiger
Wurst' hat Tücken. So steigen bei stark verarbeiteten Getreideprodukten wie
Weißbrot, Cornflakes und Nudeln die Blutzuckerwerte rasch an. Ein
Teufelskreis, denn damit steigt das Insulin an, das den Fettabbau hemmt und
uns dicker macht.
Die neue Fett-Taktik
Fett liefert 9,3 Kcal pro Gramm und hat von
allen Nährstoffen die höchste Energiedichte. Wer viel Fett verzehrt, neigt
dazu sein Kalorienkonto schnell zu überziehen. Ab und zu einen fettigen
Braten zu verdürcken ist kein Problem. Kleiner Ernährungs-Trick: Statt
Bratkartoffeln oder Pommes Frittes einfach einen frischen Salat als Beilage
essen. Gemüse und Salat machen satt und stecken voller Vitamine und
Mineralstoffe. Weil sie viel Wasser enthalten sind sie viel gesünder.
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- Mythos 3:
Margarine ist gesünder als Butter
- Mythos 4: Je mehr
Omega-3-Fettsäuren, desto besser
- Mythos 5: Her mit Olivenöl!
Mythos 3
Margarine ist gesünder als Butter
Ein klares
'Jein' ist die Antwort. Margarine enthält im Gegensatz zu Butter viele
mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese haben laut Ernährungsforschern
nachweislich positive Effekte für die Gesundheit. Umgekehrt zeigen neue
Studienergebnisse aber auch, dass Butter fürs Herz nicht schädlich ist. Der
Körper nutzt ihre gesättigten Fette gern als Energiequelle.
Die neue Fett-Taktik
Rapsöl, fetter Fisch, Nüsse - diese
Produkte liefern viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Wer hier zugreift,
deckt seinen Bedarf ausreichend und hält sich auf der gesunden Seite auf. So
gibt es dann ab und zu, nichts gegen das geliebte Butterbrot einzuwenden.
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- Mythos 4: Je
mehr Omega-3-Fettsäuren, desto besser
- Mythos 5: Her mit Olivenöl!
Mythos 4
Je mehr Omega-3-Fettsäuren, desto besser
Thunfisch,
Lachs und Hering liefern sehr viele mehrfach ungesättigte
Omega-3-Fettsäuren. Die sollen vor Herzinfarkt schützen, Depressionen
verhindern und die geistige Leistungsfähigkeit fördern. Stimmt auch. Werden
jedoch zuviel künstlich damit angereicherten Lebensmittel verzehrt, kann das
auch schädliche Auswirkungen haben. Unerwünschte Nebenwirkungen bei einem
übermäßigen Verzehr von Omega-3-Fettsäuren können zum Beispiel erhöhte
Blutungsneigung oder schlechtere Immunabwehr sein.
Die neue Fett-Taktik
Ein bis zweimal wöchentlich Fisch essen auf
dem Teller reicht vollkommen aus, um von den schützenden Effekten der
Omega-3-Fettsäuren zu profitieren.
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- Mythos 5: Her
mit Olivenöl!
Mythos 5
Her mit Olivenöl!
Weil es so einen gesunden Rif
hat, ertränken wir unsere Salat teilweise darin, braten Fleisch und Fisch
damit ab. Bei 'Olivenöl' denken wir sofort an die mediterrane
Mittelmeer-Kost, welche als besonders gesund gilt. Frühere Studien zeigten,
dass Griechen oder Italiener seltener als Personen hierzulande herzkrank
wurden. Als Grund wurde ziemlich schnell das Olivenöl auserkoren. Die Frage
stellte sich: Sind es wirklich die darin enthaltenen Fettsäuren, die unsere
Gesundheit schützen? Die Antwort: Auch, aber nicht nur, zeigen neuere
Studien. Denn zur gesunden mediterranen Kost gehört, neben Olivenöl viel
Gemüse, Geflügel, Hülsenfrüchte und Obst.
Die neue Fett-Taktik
Olivenöl ist ein echter Allrounder - sehr
hitzestabil und daher ideal zum Braten und Kochen. Doch übertreiben muss man
es nicht. Das Beste ist immer noch die Abwechslung in Form eines gesunden
Pflanzenöl-Mixes.