09. Dezember 2009 13:24
Haben Sie Ihren Brief ans Christkind schon geschrieben? Wüsste man, dass
sich alle Herzens-Begehren auch wirklich erfüllen, könnte man es mit
folgendem Appell versuchen: „Liebes Christkind! Ich will heuer Kekse naschen
dürfen und dabei auch noch schlank werden!“
Ihr Schlank-Plan
Eine gewisse Herausforderung für die guten
Himmelsgeister, keine Frage. Aber dennoch kein Ding der Unmöglichkeit: Die
Wiener Ernährungswissenschafterinnen und MADONNA-Figur-Expertinnen Ursula
und Julia Pabst verraten Ihnen im Rahmen der vierteiligen Gesund-Serie
„Schlank durch den Advent“, wie Sie die Vorweihnachtszeit in vollen Zügen
genießen können, ohne dass Ihre Figur dabei Schaden nimmt (siehe auch
Expertinnen-Interview auf der nächsten Seite).
Figur-Tricks
Zunächst einmal heißt es, der (bitteren) Wahrheit
ins Auge schauen: „Die beliebten Weihnachtskekse sind aufgrund der
Fett-Zucker-Kombination natürlich Gift für die Figur“, warnt Ursula Pabst.
Und gesunde, gut schmeckende Alternativen zu den süßen Verführern sind
leider rar gesät. Die gute Nachricht: Sie müssen auf Ihre Lieblingskekse
nicht verzichten, wenn Sie strategisch klug vorgehen. Der wichtigste
Schachzug lautet: Die Basisernährung muss stimmen. „Wer auf ein sinnvolles
Frühstück, gesunde Zwischen-Snacks und nährstoffreiche, aber kalorienarme
Hauptmahlzeiten achtet, darf sich auch ein paar süße Sünden gönnen“, so
Figur-Profi Julia Pabst. Wie ein idealer Tagesmenüplan aussieht, bei dem
auch adventliches Naschen erlaubt ist, sehen Sie im Kasten rechts oben.
Letztlich ist für ein erfolgreiches Schlank-Programm die folgende Gleichung
entscheidend: Wer jetzt nicht zunehmen will, muss darauf achten, dass die
tägliche Energiezufuhr nicht größer ist als die Menge an Energie, die man
während des Tages verbraucht. Das heißt: Wenn Sie schon am Vormittag wissen,
dass Sie sich abends mit Freunden am Punschstand treffen, sollten Sie schon
mittags Kalorien einsparen – indem Sie zum Beispiel einen leichten Salat
wählen. Und: Planen Sie an diesem Tag zumindest einen flotten Spaziergang
von etwa einer halben Stunde ein. Somit bleibt auf dem Kalorienkonto noch
Platz für einen Glühwein (ist kalorienärmer als Punsch!) und ein paar Kekse.
Schlecht wäre es jedoch, auf das Frühstück zu verzichten: „Wer das Frühstück
auslässt, tut sich nichts Gutes. Es ist eine wichtige Mahlzeit, damit der
restliche Tag nicht von Heißhunger und Naschphasen begleitet wird“, meint
Ursula Pabst. Morgen-Muffeln empfiehlt sie zumindest die Mini-Variante: ein
Getreidekaffee mit geschäumter Sojamilch. Keinesfalls sollten Sie die
Hauptmahlzeiten durch Kekse ersetzen: „Auch Süßspeisen sind jetzt als
Hauptspeisen nicht ideal. Wenn Sie das Mittag- und Abendessen je zur Hälfte
mit Gemüse, etwas magerem Eiweiß (wie Fisch, Hüttenkäse oder Putenfleisch)
und ein paar vollwertigen Kohlenhydraten (wie Vollkornnudeln, Kartoffeln)
gestalten, sind Sie auf der sicheren Seite“, garantieren die
MADONNA-Schlank-Expertinnen.
Naschen light
Wenn Sie selbst Kekse backen, raten die Profis:
„Viele Rezepte sind sehr süß konzipiert. Eine Zucker-Reduktion um ein
Drittel ist fast immer möglich. Und: Backen Sie kleine Kekse! Man neigt
dazu, von jeder Sorte kosten zu wollen. Sind die Kekse groß, häufen sich
auch die Kalorien...“ Kandierte Früchte klingen zwar gesund, sind aber eine
Figur-Falle: „Sie enthalten Unmengen an Zucker, weil ihnen anstatt der
Feuchtigkeit eine Zuckerlösung hineingepumpt wurde. Besser die Finger davon
lassen!“, raten die „Ernährungspäbstinnen“. Ihre Tipps für eine schlanke
Advent-Idylle: Trinken Sie Gewürztees (wie „Yogitee“), die besonders gut mit
etwas (Soja-)Milch verfeinert schmecken. Auch ein „Rotbuschtee Vanille“ mit
einem Schuss Milch befriedigt Süßgusto und verhilft zur Top-Figur: „Tee
hilft über Heißhungerphasen hinweg, liefert Flüssigkeit und kurbelt den
Stoffwechsel an“, so Ursula Pabst. Gipfel der Gemütlichkeit: Abends
Bratäpfel mit Zimt, Nüssen und Rosinen im Backrohr zubereiten. Ein
Schlank-Rezept, wie vom Christkind gemacht...
Auf der nächsten Seite: Die MADONNA-Expertinnen Julia und Ursula Pabst
verraten im Interview Schlank-Tipps.
Gesund-Talk
Wo lauern jetzt die größten Figurfallen und wie kann
man sie umgehen? Darüber sprach MADONNA mit den
Ernährungswissenschafterinnen Ursula und Julia Pabst:
Expertinnen-Interview: " Die tükischen Vanillekipferl..."
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Warum nehmen so viele Menschen jetzt zu? Ursula Pabst: Die
Hauptübeltäter sind die Kekse, genauer das Fett in den Keksen. Mit 9
Kalorien pro Gramm enthält Fett mehr als doppelt so viele Kalorien
wie zuckerreiche Snacks. Das heiß: Ein Vanillekipferl, das sehr viel
Fett enthält, ist kalorientechnisch tückischer als ein Anisbögerl,
das aus Ei, Mehl und Zucker besteht.
Julia Pabst: Dazu kommt, dass sich viele Menschen im Winter
weniger bewegen. Dabei kann man die Kalorienbilanz durch Sport gut
verbessern. In der Praxis heißt das: Wer den Besuch am
Christkindlmarkt mit einem ausgedehnten Spaziergang verbindet, kann
sich dann gerne einen Becher Glühwein genehmigen. Glühwein hat
außerdem meist weniger Kalorien als Punsch.
Gibt es denn keine gesunde Alternative zu Keksen? Julia Pabst: Es
bringt nichts, sich mit „pseudogesunden“ Keksen über die Runden zu
futtern, wenn man nach 20 Stück erst recht Lust auf Vanillekipferl
hat. Als gute Alternative empfehlen wir, Trockenfrüchte wie Feigen mit
einer Nuss zu füllen und an einem Ende in geschmolzene
Zartbitterschokolade zu tunken. So kommt der Zucker aus den Früchten,
gesundes Fett aus der Nuss und ein bisserl Sünde aus der Schokolade.
Aber das Wichtigste: Es schmeckt auch!
Soll man die Kekse nach den Hauptmahlzeiten oder besser
zwischendurch essen? Ursula Pabst: Wir beobachten in der
Praxis, dass es zur Vermeidung von Heißhunger sinnvoller ist, zwei
oder drei Kekse nach einer gesunden Mahlzeit als süßen Abschluss zu
genießen, als zwischendurch immer wieder in die Keksschale zu greifen.
Da kennt man oft kein Ende...
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Essen Sie sich schlank! 21
goldene Tipps! Mit Rezepten von Ursula und Julia Pabst.